Dojo Kun

Dojoegeln (Dojokun) sind die traditionellen Verhaltensregeln des Budō. 
Ihre historischen Wurzeln reichen über Jahrhunderte zurück, während ihre heutige schriftliche Form aus dem 20. Jahrhundert stammt. 
Sie sind bis heute ein fester Bestandteil traditioneller Kampfkunstschulen.

  • Hitotsu Jinkaku Kansei Ni Tsutomuru Koto
    Vervollkommne deinen Charakter!
  • Hitotsu Makoto No Michi O Mamoru Koto
    Bewahre den Weg der Wahrheit und Aufrichtigkeit!
  • Hitotsu Doryoku No Seishin O Yashinau Koto
    Kultiviere den Geist der steten Anstrengung!
  • Hitotsu Reigi O Omonzuru Koto
    Kultiviere den Geist der steten Anstrengung!
  • Hitotsu Keikki No Yu O Imashimuru Koto
    Zügle ungestümen Mut und Übermut!

    Aussprache: Akita Sensei Dojo Kun

    Shoto Niju Kun

    Die zwanzig Niju-Kun sind die grundlegenden Verhaltensregeln und Lebensprinzipien, die von Meister Gichin Funakoshi aufgestellt wurden.
    Sie vermitteln den wahren Geist des Karate-Do (des Weges der leeren Hand) und dienen der stetigen Charaktervervollkommnung.

    • Karatedo wa rei ni hajimari, rei ni owaru koto wo wasuruna
    • Vergiss nie: Karate beginnt mit Rei und endet mit Rei (Respekt und Höflichkeit).
    • Karate ni sente nashi
    • Im Karate gibt es keinen ersten Angriff.
    • Karate wa gi no tasuke
    • Karate steht im Dienste der Gerechtigkeit.
    • Mazu jiko wo shire, shikoshite tao wo shire
    • Erkenne zuerst dich selbst, dann erkenne den anderen.
    • Gijutsu yori shinjutsu
    • Die Entwicklung des Geistes steht über der Technik.
    • Kokoro wa hanatan koto wo yosu
    • Lerne, deinen Geist zu kontrollieren, und befreie ihn dann von allem Unnützen.
    • Wazawai wa getai ni shozu
    • Unheil entsteht durch Nachlässigkeit.
    • Dojo nomino karate to omou na
    • Karate beschränkt sich nicht nur auf das Dojo; es begleitet dich im ganzen Leben.
    • Karate no shugyo wa issho de aru
    • Das Studium des Karate umfasst dein ganzes Leben.
    • Ara-yuru mono wo karate-ka seyo, soko ni myo-mi ari
    • Wende das Prinzip des Karate auf alle Dinge an – darin liegt die wahre Schönheit.
    • Karate wa yu no goto shi, taezu natsudo wo ataezareba moto no mizu ni kaeru
    • Karate ist wie heißes Wasser: Es kühlt ab, wenn du ihm nicht ständig Wärme zuführst.
    • Katsu kangae wa motsu na, makenu kangae wa hitsuyo
    • Denke nicht an den Sieg, aber denke darüber nach, wie du nicht verlierst.
    • Teki ni yotte tenka seyo
    • Passe dich deinem Gegner an.
    • Tatakai wa kyo-jitsu no soju ikan ni ari
    • Der Kampf hängt von der Beherrschung des Wechsels zwischen Wahrheit und Täuschung (Voll und Leer) ab.
    • Hito no te ashi wo ken to omoe
    • Stelle dir Hände und Füße wie scharfe Schwerter vor.
    • Danshi mon wo izureba hyakuman no teki ari
    • Verlässt du dein Haus, stehen dir Millionen von „Feinden“ gegenüber.
    • Kamae wa shoshinsha ni, ato wa shizentai
    • Das Einnehmen einer festen Haltung ist für Anfänger; später bewegt man sich im natürlichen Zustand (Shizentai).
    • Kata wa tadashiku, jissen wa betsu mono
    • Übe die Kata exakt – der echte Kampf ist eine andere Angelegenheit.
    • Chikara no kyojaku, karada no shinshuku, waza no kankyu wo wasuruna
    • Vergiss nie den Wechsel von hart und weich, Anspannung und Entspannung sowie Schnelligkeit und Langsamkeit der Technik.
    • Tsune ni shinen kufu seyo
    • Sei stets aufmerksam, gewissenhaft und schöpferisch auf deinem Weg.